Futur3D-auf Herz und Nieren

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Eine Objekt Installation mit Diskussion bei 48 Stunden Neukölln 2019

Rückblick:

Wann ist das Leben eines Menschen zu Ende? Wem gehört ein Körper? Soll man am Ende des Lebens anderen helfen? Und was heißt eigentliche Spende?

Eine transparente Vitrine. Darin liegt ein 3D-Objekt, bestehend aus weißen Papierschichten. Es erinnert an die Form einer Niere. Dazu sind 3 Kurztexte zu lesen, im Rollenformat präsentiert. Sie skizzieren Situationen aus der Perspektive von imaginären betroffenen Personen. Es berichten die Angehörigen einer SpenderIn, eine EmpfängerIn und ein Mensch, der mit einem 3D-gedruckten Organ lebt. Das Publikum ist eingeladen zur Meditation und Diskussion zum Thema Organspende.

Die Vitrine: Rechts und links der Niere liegen jeweils ein Skalpell und ein Schlüssel in einer Nierenschale. Auch sie sind mittels Papierkarton und Lasercut konstruiert. Das Skalpell steht für die Trennung des Organs vom Menschen. Der Schlüssel steht den Zugang, die Freigabe durch die Spende. Um die Vitrine herum befinden sich Sitzplätze, auf denen man sich niederlassen. lesen und sich auf das Thema einlassen kann. Auf eine provokative oder medizinisch-detailgenaue Darstellung wird bewusst verzichtet.

Anlass für dieses Projekt ist die aktuelle Debatte zur von Gesundheitsminister Jens Spahn angestrebten Widerspruchslösung.

 

WILD-06
Guttempler Veranstaltungsraum, Wildenbruchstr. 80, 12045 Berlin

Fotos während der Veranstaltung:

Simone Schmidt, freie Künstlerin. Ich lebe und arbeitete seit 2004 in Berlin Neukölln und nehme regelmäßig am Festival 48 Stunden Neukölln teil. Meine Themen sind Anatomie, Zeichnung, Zeichen, Raum und Objekte sowie gesellschaftliche Fragen. Seit 2016 arbeitete ich mit dem Medium Lasercut.